♥ Das Handreichen, wenn jemand um Hilfe bittet, will ich niemals verlernen. ♥

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 Betreff des Beitrags: Geschichtengarten
Neuer BeitragVerfasst: Fr 2. Jul 2010, 11:35 
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Ich bin ein: Mädchen
Ich möchte hier eine kleine Oase schaffen, in der man sich mal ausruhen kann.
Mein Garten ist wunderschön, es wachsen Kletterrosen und Hortensienbüsche,
es gibt versteckte Eckchen, wo man sich auf einer Bank niederlassen kann und
es gibt ein kleines Bächlein, was leise plätschert.

In diesem Garten soll es, am besten jeden Tag, eine kleine Geschichte geben.

Löwenzahn

Ein Mann beschloss, einen Garten anzulegen. Also bereitete er den Boden vor und streute den Samen wunderschöner Blumen aus.

Als die Saat aufging, wuchs auch der Löwenzahn. Da versuchte der Mann mit mancherlei Methoden, des Löwenzahns Herr zu werden. Weil aber nichts half, ging er in die ferne Hauptstadt, um dort den Hofgärtner des Königs zu befragen.

Der weise, alte Gärtner, der schon manchen Park angelegt und allzeit bereitwillig Rat erteilt hatte, gab vielfältig Auskunft, wie der Löwenzahn loszuwerden sei. Aber das hatte der Fragende alles schon selbst probiert.

So saßen die beiden eine Zeitlang schweigend beisammen, bis am Ende der Gärtner den ratlosen Mann schmunzelnd anschaute und sagte: "Wenn denn alles, was ich dir vorgeschlagen habe, nichts genützt hat, dann gibt es nur noch einen Ausweg: Lerne, den Löwenzahn zu lieben."


Quelle: http://www.zeitzuleben.de

Alles Liebe Graugans


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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichtengarten
Neuer BeitragVerfasst: Sa 3. Jul 2010, 01:09 
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Ich bin ein: Mädchen
Das ist echt ne tolle Idee und eine wunderschöne Geschichte Graugans, danke!!
Werde auch mal schauen!


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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichtengarten
Neuer BeitragVerfasst: Sa 3. Jul 2010, 10:19 
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Ich bin ein: Mädchen
Das goldene Fenster

Es war einmal ein kleiner Junge, der lebte in einer Hütte auf einem grünen Hügel. Er war glücklich. Und doch fehlte ihm etwas zu seinem Glück, denn da gab es etwas, das er sich mehr als alles auf der Welt wünschte: Jeden Tag gegen Abend, wenn die Sonne allmählich sank, saß er auf der Schwelle, stütze sein Kinn in die Hand und starrte über das weite Tal hinüber zu einem Haus, das goldene Fenster hatte. Wie Diamanten leuchteten sie! Es war ein wunderbarer Anblick, und er konnte sich nicht satt sehen, und er wünschte sich sehnlichst, dass er einmal in einem solch schönen Haus wohnen könnte.

Tag für Tag, Jahr für Jahr faszinierte ihn das Haus mit den goldenen Fenstern, und als er schließlich alt genug war, um in die Schule zu gehen, beschloss er, das Haus seiner Träume endlich kennenzulernen.
An einem Nachmittag im Sommer machte er sich auf den Weg.
Aber er brauchte länger als er gedacht hatte, und als er schließlich ankam, war die Sonne bereits untergegangen. Er erlebte eine schreckliche Enttäuschung: Das Haus hatte gar keine goldenen Fenster, ja es war nichts anderes als eine einfache Hütte mit ganz gewöhnlichen Fenstern. -

In der Hütte lebte ein Mann mit seiner Frau, und da es schon zu spät für den Rückweg war, behielten sie den kleinen Jungen über Nacht bei sich. Wie groß aber war seine Überraschung, als er am nächsten Morgen erwachte und aus dem Fenster schaute: Fern über dem Tal stand ein anderes Haus mit goldenen Fenstern, und jedes einzelne Fenster blinkte und blitzt so herrlich, wie er es nie zuvor gesehen hatte.

Voller Erwartung lief er darauf zu. Da erkannte er es: Es waren die Fenster des Hauses, in dem er wohnte.

© H.L.GEE gemäss www. marabus-poststation.de


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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichtengarten
Neuer BeitragVerfasst: Sa 3. Jul 2010, 13:08 
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Oh, die ist auch schön, Lena!

Man wünscht sich ja immer das, was man nicht hat...

Ein schönes WE
Graui


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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichtengarten
Neuer BeitragVerfasst: Sa 3. Jul 2010, 21:56 
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Ich bin ein: Mädchen
Deine Geschichte ist auch echt schön, Lena


Die sieben Weltwunder
Eine Schulklasse wurde gebeten zu notieren, welches für sie die Sieben Weltwunder wären.

Folgende Rangliste kam zustande:

Pyramiden von Gize
Taj Mahal
Grand Canyon
Panamakanal
Empire State Building
St. Peters Dom im Vatikan
Grosse Mauer China
Die Lehrerin merkte beim einsammeln der Resultate, dass eine Schülerin noch am Arbeiten war.
Deshalb fragte sie die junge Frau, ob sie Probleme mit ihrer Liste hätte.

Sie antwortete: "Ja. Ich konnte meine Entscheidung nicht ganz treffen.
Es gibt so viele Wunder."

Die Lehrerin sagte:
"Nun, teilen Sie uns das mit, was Sie bisher haben und vielleicht können wir ja helfen."

Die junge Frau zögerte zuerst und las dann vor.

"Für mich sind das die Sieben Weltwunder:

Sehen
Hören
sich Berühren
Riechen
Fühlen
Lachen ...
... und Lieben
Im Zimmer wurde es ganz still.
Diese alltäglichen Sachen, die wir als selbstverständlich betrachten und oft gar nicht realisieren, sind wirklich wunderbar. Die kostbarsten Sachen im Leben sind jene, die nicht gekauft und nicht hergestellt werden können.

Beachte es, genieße es, lebe es und gib es weiter.
Quelle: http://www.lichtkreis.at/html/Gedankenw ... wunder.htm


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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichtengarten
Neuer BeitragVerfasst: So 4. Jul 2010, 11:24 
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Danke Dreamer für diese Geschichte!
Sollte man mal intensiv drüber nachdenken. :zufrieden:

Graugans


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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichtengarten
Neuer BeitragVerfasst: Mo 5. Jul 2010, 13:30 
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Der Befehl des Königs

Es war einmal ein König. Der schickte seinen Feldherrn mit Soldaten
los und befahl ihnen Folgendes: "Geht und vernichte meine Feinde!"

Und so zog der Feldherr mit den Soldaten los.

Es vergingen viele Monate und keine Nachricht drang zum König. Da
schickte er endlich einen Boten hinterher. Der sollte erkunden, was
geschehen war.

Als der Bote das feindliche Gebiet erreicht hatte, traf er auf ein
Lager, aus dem schon von weitem das fröhliche Treiben eines Festes
zu hören war. Gemeinsam an einem Tisch fand er dort den Feldherrn
und seine Soldaten zusammen mit den Feinden des Königs.

Der Bote ging zum Feldherrn seines Königs und stellte ihn zur Rede:
"Was soll das? Du hast deinen Befehl nicht ausgeführt! Du solltest
die Feinde vernichten. Stattdessen sitzt ihr zusammen und feiert."

Da sagte der Feldherr zum Boten: "Ich habe den Befehl des Königs
sehr wohl ausgeführt. Ich habe die Feinde vernichtet- ich habe sie
zu Freunden gemacht!"


Verfasser unbekannt (Auszug aus Ralf Senftlebens http://www.zeitzuleben.de)

LG Graugans


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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichtengarten
Neuer BeitragVerfasst: Di 6. Jul 2010, 00:55 
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Oh, das ist ja ne tolle Geschichte! Und man kann echt draus lernen!!!

Zwei Freunde wanderten durch die Wüste. Während der Wanderung kam es zu einem Streit und der eine schlug dem anderen im Affekt ins Gesicht.
Der Geschlagene war gekränkt. Ohne ein Wort zu sagen, kniete er nieder und schrieb folgende Worte in den Sand:

"Heute hat mich mein bester Freund ins Gesicht geschlagen."

Sie setzten ihre Wanderung fort und kamen bald darauf zu einer Oase. Dort beschlossen sie beide, ein Bad zu nehmen. Der Freund, der geschlagen worden war, blieb auf einmal im Schlamm stecken und drohte zu ertrinken. Aber sein Freund rettete ihn buchstäblich in letzter Minute.

Nachdem sich der Freund, der fast ertrunken war, wieder erholt hatte, nahm er einen Stein und ritzte folgende Worte hinein:

"Heute hat mein bester Freund mir das Leben gerettet."

Der Freund, der den anderen geschlagen und auch gerettet hatte, fragte erstaunt: "Als ich dich gekränkt hatte, hast du deinen Satz nur in den Sand geschrieben, aber nun ritzt du die Worte in einen Stein. Warum?"

Der andere Freund antwortete: "Wenn uns jemand gekränkt oder beleidigt hat, sollten wir es in den Sand Schreiben, damit der Wind des Verzeihens es wieder auslöschen kann. Aber wenn jemand etwas tut, was für uns gut ist, dann können wir das in einen Stein gravieren, damit kein Wind es jemals löschen kann."

gefunden auf http://www.zeitzuleben.de


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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichtengarten
Neuer BeitragVerfasst: So 11. Jul 2010, 10:57 
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Das rosa Tütchen

Als ich eines Tages, wie immer traurig, durch den Park schlenderte und mich auf einer Parkbank niederließ, um über alles nachzudenken was in meinem Leben schief läuft, setzte sich ein fröhliches kleines Mädchen zu mir.

Sie spürte meine Stimmung und fragte: "Warum bist du so traurig?"

"Ach" sagte ich „ Ich habe keine Freude im Leben. Alle sind gegen mich. Alles läuft schief. Ich habe kein Glück und ich weiß nicht, wie es weitergehen soll".

Hmmm", meinte das Mädchen, „Wo hast du denn dein rosa Tütchen? Zeig es mir mal. Ich möchte da mal hineinschauen."
"Was für ein rosa Tütchen?" fragte ich sie verwundert.
"Ich habe nur ein schwarzes Tütchen." Wortlos reichte ich es ihr.

Vorsichtig öffnet sie mit ihren zarten kleinen Fingern den Verschluss und sah in mein schwarzes Tütchen hinein. Ich bemerkte, wie sie erschrak.

Es ist ja voller Alpträume, voller Unglück und voller schlimmer Erlebnisse!"

"Was soll ich machen? Es ist eben so. Daran kann ich doch nichts ändern."

Hier nimm,"meinte das Mädchen und reichte mir ein rosa Tütchen. "Sieh hinein!"

Mit etwas zitternden Händen öffnete ich das rosa Tütchen und konnte sehen, dass es voll war mit Erinnerungen an schöne Momente des Lebens. Und das, obwohl das Mädchen noch jung an Menschenjahren war. Wo ist dein schwarzes Tütchen?" fragte ich neugierig.

"Das werfe ich jede Woche in den Müll und kümmere mich nicht weiter darum" sagte sie.

"Für mich besteht der Sinn des Lebens darin, mein rosa Tütchen im Laufe des Lebens voll zu bekommen. Da stopfe ich soviel wie möglich hinein.

Und immer wenn ich Lust dazu habe oder ich beginne traurig zu werden, dann öffne ich mein rosa Tütchen und schaue hinein. Dann geht es mir sofort besser.

Wenn ich einmal alt bin und mein Ende droht, dann habe ich immer noch mein rosa Tütchen. Es wird voll sein bis obenhin und ich kann sagen, ja, ich hatte etwas vom Leben. Mein Leben hatte einen Sinn!"

Noch während ich verwundert über ihre Worte nachdachte, gab sie mir einen Kuss auf die Wange und war verschwunden.

Neben mir auf der Bank lag ein rosa Tütchen. Ich öffnete es zaghaft und warf einen Blick hinein. Es war fast leer, bis auf einen kleinen zärtlichen Kuss, den ich von einem kleinen Mädchen auf einer Parkbank erhalten hatte.

Bei dem Gedanken daran musste ich schmunzeln und mir wurde warm ums Herz. Glücklich machte ich mich auf den Heimweg, nicht vergessend, am nächsten Papierkorb mich meines schwarzen Tütchens zu entledigen.

Ich wünsche Dir ein stets volles, rosa Tütchen!

Unbekannt


Alles Liebe Graugans


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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichtengarten
Neuer BeitragVerfasst: Di 13. Jul 2010, 15:43 
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Die Blume der Kaiserin

Einst lebte im alten China ein junger Prinz, der zum Kaiser gekrönt werden sollte. Zuvor jedoch musste er heiraten,
weil es das Gesetz so vorschrieb. Da es darum ging, die künftige Kaiserin auszuwählen, musste der Prinz ein Mädchen finden, dem er blind vertrauen konnte.
Dem Rat eines Weisen folgend, ließ er alle jungen Frauen der Gegend in seinem Palast zusammenrufen und sprach zu ihnen: „Ich werde jeder von euch einen Samen geben. Diejenige, die mir in sechs Monaten die schönste Blume bringt,
wird die zukünftige Kaiserin von China sein.“
Nun waren unter den geladenen jungen Frauen viele schöne und reiche zu finden, aber auch die Tochter des Palastgärtners, die den Prinzen schon viele Jahre heimlich liebte. Auch sie erhielt ein Samenkorn und ging glücklich damit nach Hause.
Jeden Tag hegte und pflegte sie nun das Korn, sorgte für Dünger, Wasser, stellte es ins Sonnenlicht und nährte es mit all ihrer Hingabe und Liebe, die sie für den Prinzen empfand.
Drei Monate vergingen, und nichts keimte. Die junge Frau versuchte alles, sprach mit vielen Gärtnern und Bauern,
doch keiner der Ratschläge führte zum Erfolg. Ihre Liebe war indes so lebendig wie eh und je. Schließlich waren die sechs Monate vergangen und in ihrem Blumentopf war trotz all ihrer Bemühungen nichts gewachsen.
Am Tag der erneuten Audienz erschien die junge Frau mit ihrem Blumentopf ohne Pflanze und sah, dass die anderen Bewerberinnen großartige Ergebnisse erzielt hatten. Jede hatte eine Blume und eine war schöner als die andere.
Dann nahte der entscheidende Augenblick. Der Prinz kam herein und sah eine Bewerberin nach der anderen eindringlich an. Anschließend verkündete er das Ergebnis: Er zeigte auf die Tochter des Gärtners als seine zukünftige Frau.
Die anderen Frauen murrten und fragten, weshalb er denn ausgerechnet jene erwählt hatte, der es nicht gelungen war, eine Pflanze zu ziehen.
Da erklärte der Prinz ruhig seine Wahl: „Sie war die einzige, die eine Blume gezogen hat, die sie würdig macht,
Kaiserin zu werden – die Blume der Ehrlichkeit. Alle Samen, die ich verteilt habe, waren unfruchtbar und konnten unmöglich Blumen hervorbringen.“

Verfasser leider unbekannt


Euch allen einen schönen Tag
Graugans


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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichtengarten
Neuer BeitragVerfasst: Mi 14. Jul 2010, 00:13 
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Zwei Engel
Zwei reisende Engel machten Halt, um die Nacht im Hause einer wohlhabenden Familie zu verbringen. Die Familie war unhöflich und verweigerte den Engeln, im Gästezimmer des Haupthauses auszuruhen.
Anstelle dessen bekamen sie einen kleinen Platz im kalten Keller. Als sie sich auf dem harten Boden ausstreckten, sah der ältere Engel ein Loch in der Wand und reparierte es. Als der jüngere Engel fragte, warum, antwortete der ältere Engel: "Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen."
In der nächsten Nacht rasteten die beiden im Haus eines sehr armen, aber gastfreundlichen Bauern und seiner Frau. Nachdem sie das wenige Essen, das sie hatten, mit ihnen geteilt hatten, ließen sie die Engel in ihrem Bett schlafen, wo sie gut schliefen. Als die Sonne am nächsten Tag den Himmel erklomm, fanden die Engel den Bauern und seine Frau in Tränen. Ihre einzige Kuh, deren Milch ihr alleiniges Einkommen gewesen war, lag tot auf dem Feld. Der jüngere Engel wurde wütend und fragte den älteren Engel, wie er das habe geschehen lassen können? "Der erste Mann hatte alles, trotzdem halfst du ihm", meinte er anklagend. Die zweite Familie hatte wenig, und du ließest die Kuh sterben. "Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen", sagte der ältere Engel. "Als wir im kalten Keller des Haupthauses ruhten, bemerkte ich, dass Gold in diesem Loch in der Wand steckte. Weil der Eigentümer so von Gier besessen war und sein glückliches Schicksal nicht teilen wollte, versiegelte ich die Wand, sodass er es nicht finden konnte. Als wir dann in der letzten Nacht im Bett des Bauern schliefen, kam der Engel des Todes, um seine Frau zu holen. Ich gab ihm die Kuh anstatt dessen. Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen."

Manchmal ist das genau das, was passiert, wenn die Dinge sich nicht als das entpuppen, was sie sollten. Wenn du Vertrauen hast, musst du dich bloß darauf verlassen, dass jedes Ergebnis zu deinem Vorteil ist. Du magst es nicht bemerken, bevor ein bisschen Zeit vergangen ist...


gefunden auf http://www.zeitzuleben.de


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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichtengarten
Neuer BeitragVerfasst: Do 15. Jul 2010, 10:43 
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Danke Dreamer für diese wunderbare Geschichte.
Da ist viel Wahres dran, vieles wissen wir nicht, warum es passiert...

Graugans


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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichtengarten
Neuer BeitragVerfasst: Di 17. Aug 2010, 12:26 
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Seesterne retten

Ein furchtbarer Sturm kam auf. Der Orkan tobte. Das Meer wurde aufgewühlt und
meterhohe Wellen brachen sich ohrenbetäubend laut am Strand.

Nachdem das Unwetter langsam nachließ, klarte der Himmel wieder auf. Am Strand
lagen aber unzählige von Seesternen, die von der Strömung an den Strand
geworfen waren.


Ein kleiner Junge lief am Strand entlang, nahm behutsam Seestern für Seestern
in die Hand und warf sie zurück ins Meer.


Da kam ein Mann vorbei. Er ging zu dem Jungen und sagte: "Du dummer Junge! Was
du da machst ist vollkommen sinnlos. Siehst du nicht, dass der ganze Strand
voll von Seesternen ist? Die kannst du nie alle zurück ins Meer werfen! Was du
da tust, ändert nicht das Geringste!"


Der Junge schaute den Mann einen Moment lang an. Dann ging er zu dem nächsten
Seestern, hob ihn behutsam vom Boden auf und warf ihn ins Meer. Zu dem Mann
sagte er: "Für ihn wird es etwas ändern!"

Patrick Porter


Ich wünsche euch einen schönen Tag!

Graugans


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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichtengarten
Neuer BeitragVerfasst: Di 17. Aug 2010, 17:27 
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Danke Graui - die ist wunderschön und sooo wahr.


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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichtengarten
Neuer BeitragVerfasst: Mi 25. Aug 2010, 07:45 
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Ich bin verliebt in alltägliche Dinge …

“Ich bin verliebt in einfache Dinge. Verliebt sein ist ein wunderbares Gefühl. Der Frühling im Herzen. Alles wird anders, alles fängt an, in den schönsten Farben zu leuchten. Ich bin verliebt in einfache, alltägliche Dinge: eine offene Tür, ein gastlicher Tisch, ein herzlicher Händedruck, ein freundliches Lächeln, das Aufblühen einer Blume, das Zwitschern eines Vogels, die Wolken, der Bach und der Berg und der Sonnenschein. Die kleinen Dinge machen mein Leben zu einem Fest, auf das ich mich jeden Tag freuen kann. Es ist wie die Liebe im Frühling.

Checkliste fürs Glück: Wandern in der freien Natur. Essen, wenn man Hunger hat. Schlafen, wenn man müde ist. Radfahren und im Garten arbeiten. Sprechen mit Pflanzen. Pfeifen mit Vögeln. Du bekommst Augen für die Wunder um dich herum. Du wirst weniger verbrauchen, aber mehr und bewusster genießen. Ein Butterbrot schmeckt wunderbar. Ein Glas frisches Wasser kann ein Fest sein.”

“Mit wenig zufrieden sein und viel genießen ist die Kunst und das Glück von freien Menschen.”

- Phil Bosmans -


Ich wünsche euch allen einen schönen Tag!

Graugans


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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichtengarten
Neuer BeitragVerfasst: Mi 25. Aug 2010, 15:17 
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Das ist schon sehr wahr. Es passiert mir nicht oft, aber manchmal bringen auch mich kleine Dinge zum Lächeln und retten einen ganzen Tag. Gestern zum Beispiel dieses Foto http://sverigesradio.se/press/bilder/sr_minnen/WOLGERS_BEPPE.jpg. Der bereits verstorbene Schauspieler von Efraim Langstrumpf. Unglaubliche Ausstrahlung...und ich habs lange angeschaut und hab mich den ganzen Tag gefreut :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichtengarten
Neuer BeitragVerfasst: Mi 25. Aug 2010, 22:51 
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Ja, Asselchen, ich muss zwar gestehen, ich kenne ihn nicht, aber wenn ich ihn so anschaue, er ist ein netter Mensch, vertrauensvoll, mit etwas Schalk im Nacken, sicher einer zum Pferde stehlen, ... einer mit einer breiten Schulter zum Anlehnen...
alles in allem ein Mensch, vor dem ich keine Angst hätte, den ich um Rat fragen würde.
Ja, Ausstrahlung ist wohl das richtige Wort.

Danke Asselchen.

Graui


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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichtengarten
Neuer BeitragVerfasst: Mi 25. Aug 2010, 23:47 
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Was Graui? Nie Pippi Langstrumpf geschaut?


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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichtengarten
Neuer BeitragVerfasst: Do 26. Aug 2010, 07:25 
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Doch, schon... ist aber lange her :rotwerd:

Graui


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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichtengarten
Neuer BeitragVerfasst: Do 26. Aug 2010, 18:05 
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Das Wunder der Perle

Man erzählt sich die Geschichte einer Perle hier am Strand.
Sie entstand in jener Muschel durch ein grobes Körnchen Sand.
Es drang ein in ihre Mitte und die Muschel wehrte sich.
Doch sie musste damit leben und sie klagte: Warum ich?

Eine Perle wächst ins Leben, sie entsteht durch tiefen Schmerz.
Und die Muschel glaubt zu sterben, Wut und Trauer füllt ihr Herz.
Sie beginnt es zu ertragen, zu ummanteln dieses Korn.
Nach und nach verstummt ihr Klagen und ihr ohnmächtiger Zorn.

Viele Jahre sind vergangen, Tag für Tag am Meeresgrund
schließt und öffnet sich die Muschel. Jetzt fühlt sie sich kerngesund.
Ihre Perle wird geboren. Glitzert nun im Sonnenlicht.
Alle Schmerzen sind vergessen, jenes Wunder jedoch nicht.

Jede Perle lehrt uns beten, hilft vertrauen und verstehn,
denn der Schöpfer aller Dinge hat auch deinen Schmerz gesehn.
Nun wächst Glaube, Hoffnung, Liebe, sogar Freude tief im Leid.
So entsteht auch deine Perle, sein Geschenk für alle Zeit.

- Sören Kahl -


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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichtengarten
Neuer BeitragVerfasst: Do 2. Sep 2010, 07:23 
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Der Engel an der Brücke

Ich traf auf meinem Weg einen jungen Mann, der ging auf und ab. Ich fragte, was er denn mache und er schaute mich an. Seine Augen waren voll Trauer und auch voll Wut. Sein Körper war geschwächt und doch konnte er nicht ruhen. Auf seinen Schultern lastete ein großes Paket – hier und da waren ein paar Löcher, wo wohl ein Stück des Inhalts fehlte; dennoch schien es dadurch nicht minder schwer.

Ich fragte, warum er denn nur ständig auf und ab gehe? Er sagte, dass er gerne über diese Brücke gehen wolle, um auf die wunderschöne Insel gegenüber der Schlucht zu gelangen, doch er wage es nicht, denn seine Last sei so schwer und die Brücke, die er passieren müsse, mache keinen stabilen Eindruck.

Ich fragte ihn, warum er denn die Last nicht ablegen würde, dann könnte er doch ohne weiteres die Brücke passieren. Er schaute mich entgeistert an – ohne sein Gepäck??? Nein, das ginge nicht!

Ich fragte ihn, was denn so Wichtiges in diesem Paket wäre, dass er es denn nicht hier lassen könne. Er lächelte und sagte stolz – es ist meine Vergangenheit.

Er ging auf und ab – sehnsüchtige Blicke folgten dem Weg auf diese wunderschöne Insel – mit Blumen und Früchten und frischem Wasser. Er war wirklich geschwächt, so bot ich ihm Wasser an – dankend trank er.

Ich fragte, ob er seine Last absetzen möge und auf die Insel gehen wolle. Vehement verneinte er – auf keinen Fall würde er seine so kostbare Vergangenheit absetzen, nur, um auf die Insel zu gelangen – es müsse doch schließlich auch einen anderen Weg geben.

Wir schwiegen.

Ich meinte, wenn seine Vergangenheit leichter wäre, so könne er sie vermutlich mit auf die Insel nehmen. Doch wäre sie leichter, so wäre sein Eigengewicht weitaus mehr und so könnte er sowohl mit, als auch ohne Vergangenheit diese Brücke nicht passieren. Dadurch jedoch, dass er nun so lange gegangen sei, mit dieser Last, sei er selber davon so leicht geworden, dass er die Brücke passieren könne, würde er seine Last absetzen.

Er schaute mich erstaunt an – „Es ist also die einzige Möglichkeit diese Brücke zu überqueren?“ fragte er.

Ich schwieg. Er dachte nach.

Dann fragte er mich, ob ich denn kurz für ihn seine Vergangenheit tragen könnte, da er das Paket ungern in den Staub stellen wolle. Er würde jedoch gern einmal auf die Insel gehen, um zu schauen, ob sich denn der Tausch auch lohnen würde.

Ich sagte, dass er gern auf die Insel gehen könne, doch ich würde ihm seine Last nicht abnehmen. Ich zeigte auf den Haufen neben der Brücke und sagte: "All das ist Vergangenheit von vielen anderen, die auch zuvor wie du unentschlossen waren. Es ist deine Entscheidung – wohin es dich trägt."

Und seit er über die Brücke lief, ruht neben seiner Vergangenheit die Vergangenheit vieler anderer glücklicher, freier Menschen!

(Paula Meux)


Einen schönen Tag euch allen!

Graugans


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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichtengarten
Neuer BeitragVerfasst: Do 2. Sep 2010, 21:55 
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Ich bin ein: Mädchen
Oh, was für eine wunderschöne Geschichte!!


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Neuer BeitragVerfasst: Fr 3. Sep 2010, 07:42 
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Hallo ihr Lieben!!

Inzwischen ist mein Garten ja etwas gewachsen.. :rose:

Ich möchte euch gerne einladen, hier mal zu verweilen, wenn ihr grad mal einen dieser Tage habt, wo nix läuft...

Setzt euch einfach in ein Eckchen und lasst die Seele baumeln.

Herzlich willkommen in meiner Geschichtenoase.

Graugans


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Neuer BeitragVerfasst: Fr 3. Sep 2010, 11:44 
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@ Graui: :kuss:
Danke! :herz:


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Neuer BeitragVerfasst: Sa 4. Sep 2010, 21:41 
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Registriert: Di 16. Mär 2010, 16:39
Beiträge: 351
Ich bin ein: Mädchen
Danke Graugans, das mache ich schon die ganze Zeit!
Aber hier nochmal etwas für dich!

Ein ungeborenes Zwillingspärchen unterhält sich im Bauch seiner Mutter.
"Sag mal, glaubst du eigentlich an ein Leben nach der Geburt?" fragt der eine Zwilling.

"Ja auf jeden Fall! Hier drinnen wachsen wir und werden stark für das was draußen kommen wird." antwortet der andere Zwilling.

"Ich glaube, das ist Blödsinn!" sagt der erste. "Es kann kein Leben nach der Geburt geben – wie sollte das denn bitteschön aussehen?"

"So ganz genau weiß ich das auch nicht. Aber es wird sicher viel heller als hier sein. Und vielleicht werden wir herumlaufen und mit dem Mund essen?"

"So einen Unsinn habe ich ja noch nie gehört! Mit dem Mund essen, was für eine verrückte Idee. Es gibt doch die Nabelschnur, die uns ernährt. Und wie willst du herumlaufen? Dafür ist die Nabelschnur viel zu kurz."

"Doch, es geht ganz bestimmt. Es wird eben alles nur ein bisschen anders."

"Du spinnst! Es ist noch nie einer zurückgekommen von 'nach der Geburt'. Mit der Geburt ist das Leben zu Ende. Punktum."

"Ich gebe ja zu, dass keiner weiß, wie das Leben nach der Geburt aussehen wird. Aber ich weiß, dass wir dann unsere Mutter sehen werden und sie wird für uns sorgen."

"Mutter??? Du glaubst doch wohl nicht an eine Mutter? Wo ist sie denn bitte?"

"Na hier – überall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie. Ohne sie könnten wir gar nicht sein!"

"Quatsch! Von einer Mutter habe ich noch nie etwas bemerkt, also gibt es sie auch nicht."

"Doch, manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören. Oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt...."

Geschichte nach Henry Nouwen


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