Erstmal herzlich willkommen im Forum!
Meistens ist es ja andersherum, deshalb freu ich mich, dass du als Angehörige hier bist und Hilfe möchtest.
Ich hab lange gebraucht, um meinem Mann alles zu erzählen, es war aber bitter nötig, denn seit bei mir die Vergangenheit "wieder zu tage kam" (sie war komplett verdrängt und weg gewesen), ging bei uns nichts mehr. Keine Berührungen, unser Sexleben ist komplett auf Null gefahren usw.
Was ich damals gebraucht hätte, wäre ein Mann gewesen, der gesagt hätte: Komm, wir schaffen das gemeinsam. Wir gehen da durch.
Leider war das nicht so. Ein Satz von meinem Mann: " Hast doch jahrelang den ganzen Mist vergessen, dann kannst du das doch jetzt wieder machen."
"Ich bin als Kind auch mal miss*** wurden und mach auch nicht so ein Theater."
Inzwischen sind einige Jahre vergangen, gebessert hat sich nichts an unserer Situation, ist wohl eher einer Resignation gewichen.
Ich kann dir nur raten, nimm an, was er dir erzählt, unterstütze ihn, eine Therapie zu machen, sei bei ihm, wenn es ihm schlecht geht, halte aus und versichere ihm, dass ihr das schafft, gemeinsam.
Therapie ist harte Arbeit, man muss es wirklich wollen, und man braucht Rückendeckung. Jemanden, der bei einem ist und es aushält.
Wenn man so schlimmes erlebt hat, kann man das nicht einfach vergessen. (D.h. der Kopf kann das schon eine Weile mit Verdrängung, aber der Körper vergisst nie. Man muss das aufarbeiten in einer Therapie, allein schafft man das nicht.
Ich hoffe, das hilft dir erstmal ein Stück weiter.
Wenn du Fragen hast, hier hast du alle Möglichkeiten!
Alles Liebe Graugans